In mir!

In der Liturgie „Anbetung“ ist mir ein Satz ganz neu begegnet, hat mich getroffen: „Du bist Gott und keiner außer dir! Vater, Sohn und Geist – du lebst in mir!“ Gott der allmächtige, heilige, ewige – Gott!!! – lebt in mir. ER hat mich erwählt, sein Tempel zu sein. ER hat mich erdacht, hat mich geformt und mich geschaffen, wie ich bin – genau so und nicht anders. Was für einen Wert, welche große Würde verleiht er mir, dass ich nicht nur sein Kind sein darf, sondern dass ER in mir lebt, ich sein Tempel bin! Begreifen kann ich das nicht – nur glauben und staunend und dankbar annehmen. Vater, Sohn und Geist – du lebst in mir! Amen – das ist ganz gewiss wahr!

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Gott die Ehre

Ich bin heute früh mit einem Lied aus den 60er Jahren aufgewacht – und der Tag hat super begonnen. Ich habe es gleich mehrfach gesungen und stelle es hier ein, weil es einfach so gut ist. Besonders die letzten Verse: „doch größer und reiner und höher wird’s sein, wenn jubelnd und schauend wir droben zieh´n ein!“

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ein großer Fluss

Gerade lese ich in einem alten Artikel von Henry Nouwen: „Kannst Du dankbar sein für alles, was in Deinem Leben passiert -nicht nur für die guten Dinge, sondern für alles, was Dich bis zum heutigen Tag begleitet hat? Es war der Schmerz eines Sohnes, der eine Familie von Menschen gegründet hat, die sich Christen nennen. Das ist das Geheimnis Gottes… Jesus sagt: ‚Weine über deine Schmerzen und du wirst entdecken, dass ich da bin -mitten in deinen Tränen. Und du wirst dankbar werden für meine Gegenwart in deiner Schwäche!‘ Dankbar werden auch für das Leben in Schmerzen -diese Dankbarkeit wird dich in die Welt hinaussenden -genau an jene Stellen, wo Menschen in Schmerzen leben.“ Und dann schreibt er noch eine Geschichte aus Afrika: „Ein kleiner Bach sagte: ‚Ich muss ein großer Fluss werden!‘ Er arbeitete hart an diesem Ziel, drückte Steine zur Seite, die ihm im Weg standen, grub eine tiefe Schlucht in ein Felsmassiv und floss durch das Land. Er wurde immer breiter und als ein großer Wald auftauchte, sagte der Fluss: ‚Die Bäume werde ich spielend umkippen.‘ Und so geschah es. Am Ende kam er an eine riesige Wüste, in der die Sonne gnadenlos herunterbrannte. ‚Na, da werde ich einfach hindurchfließen!‘ entschied der Fluss und machte sich auf den Weg. Aber der heiße Sand saugte das Wasser auf und machte den Fluss immer schwächer bis er ganz im Sand versickert war und nur ein schlammiger Teich zurückblieb. Da hörte der Fluss eine Stimme aus dem Himmel: ‚Ergib dich in deine Schwäche. Lass los. Ich will dich aufheben. Lass es mich tun.‘ Und der Fluss sagte: ‚Hier bin ich!‘ Da hob die Sonne das Wasser des Flusses auf und mit dem Wind wurde es weitergetragen in einer mächtigen Wolke, die an anderer Stelle als Regen ein großes Stück Land fruchtbar machte.“

Dankbar sein für meine Schmerzen, für meine Müdigkeit, meine Schwachheit? Das fällt mir echt schwer. Ich möchte Leistung bringen, ein großer Fluss sein. Vielleicht magst Du dafür beten, dass ich loslasse und Gott mich aufheben kann, um Frucht zu bringen.

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FeG Holzhausen